|
||||||||||||
|
||||||||||||
Liebe Leserinnen und Leser,ein Garten beginnt mit einer Saat. Damit etwas wachsen kann, braucht es Aufmerksamkeit, Pflege – und manchmal auch Geduld. Erst mit der Zeit zeigt sich, welche Früchte das eigene Tun trägt. Ganz ähnlich ist es mit Daten in der onkologischen Versorgung: Jede Meldung, jede Dokumentation ist eine Art Samenkorn. Wenn sie vollständig und strukturiert erfasst wird, kann daraus Wissen wachsen – nutzbar für Forschung, Versorgung und Entwicklung neuer Therapien. In diesem Newsletter nehmen wir Sie ein Stück mit durch diesen Prozess: vom Säen bis zur Ernte. Wir zeigen Ihnen einige nützliche Werkzeuge, die wir nutzen und die für Sie hilfreich sein können. Klinische Studien sind unabdingbar für medizinischen Fortschritt. Klinische Studien liefern Daten, die Krebstherapien verbessern und Betroffenen den Zugang zu neuartigen Behandlungen verschaffen können. Damit der Austausch der Daten fließen kann, erfassen Krebsregister die richtigen Daten. Wenn Sie mit Krebsregisterdaten forschen, brauchen Sie nur einen Antrag ausfüllen – unabhängig davon, ob Sie die Krebsregisterdaten aus einem Bundesland, mehreren Bundesländern oder allen Bundesländern beantragen möchten. In den Qualitätskonferenzen geht es um die Nutzung der Daten, die Sie uns, liebe Melderinnen und Melder übermitteln. Wir betrachten die Daten gemeinsam mit dem stationären und ambulanten Sektor und fragen uns selbstkritisch immer wieder: Wie gut sind die Daten? Welche Aussagen zur Qualität der Behandlung und Versorgung können daraus gefolgert werden? Wo läuft es gut, wo sehen wir Defizite und was können wir besser machen? In unserer letzten Qualitätskonferenz zum Prostatakarzinom stellten wir – wie in der Vergangenheit bereits öfter – fest: Über 70 % der Patienten werden in zehn Krankenhäusern behandelt und Tumorzentren liefern einen wesentlich größeren Beitrag an Evidenzgenerierung als der ambulante Bereich. Auf die Frage, wie wir die Attraktivität der Dokumentation erhöhen können, waren sich die Teilnehmenden einig: Was kann es einen höheren Messwert als Überleben geben? Eine gute Dokumentation ist also wichtig, um Evidenz für neue Therapieverfahren generieren zu können. Wie Sie bspw. Verlaufs- bzw. Nachsorgeuntersuchungen inhaltlich korrekt an das KKN melden, zeigen wir Ihnen in unserem aktuellen Webseminar. Denn die Nachsorge ist integraler Bestandteil ärztlicher Fürsorge im Rahmen der Therapie: sie umfasst die strukturierten Untersuchungen zu Rezidiven, die Untersuchung auf Fernmetastasen und die Begleitung bei Langzeittherapien. Damit ermöglicht die Nachsorge eine Beurteilung der Wirksamkeit der jeweiligen Krebsbehandlung. Ein guter Garten braucht Menschen, die sich kümmern. Genauso braucht eine gute Datenbasis diejenigen, die sorgfältig dokumentieren, hinterfragen und weiterdenken. Vielen Dank, dass Sie mit Ihrem Engagement dazu beitragen, dass aus Meldungen Erkenntnisse werden – und aus Erkenntnissen bessere Versorgung. Herzlichst |
||||||||||||
|
||||||||||||
![]() |